Waldgeflüster 11/19

Im September haben wir uns im Wald mit der Kunst beschäftigt – mal jeder
für sich, mal alle gemeinsam. Das hat uns doch buchstäblich mal wieder die Augen geöffnet.  Wenn wir nämlich mit unserem Spielen so beschäftigt und so versunken sind, vergessen wir manchmal fast, wieviel los ist in dieser magischen Welt unseres Waldes!

Wir sagen euch, es lohnt sich wirklich von Zeit zu Zeit mal wieder genauer hinzuschauen um zu sehen, was sowieso IMMER da ist.

Wusstet ihr zum Beispiel, das Bäume sich verwandeln können?

Je nach Vorstellungsvermögen, und davon haben wir eine Menge, je nach
Licht und Blickwinkel entstehen an den Bäumen auf einmal geheimnisvolle Wesen.
Mit Lehm haben wir dann begonnen unsere Bäume noch weiter zu schmücken,
haben Muster und Gesichter auf der Rinde gestaltet, sie mit Beeren, Blättern und Gräsern geschmückt. Diese Gesichter sind sehr vergänglich, aber schaut euch doch einfach mal
unsere an und seht, wieviel Spaß wir dabei hatten.

An jedem unserer Waldplätze, zu denen wir regelmäßig gehen, haben wir „Kunstecken“ entstehen lassen. Mit allem, was wir bei uns in der Natur finden konnten, haben wir auf
dem freigeschobenen Waldboden gemeinsam riesige Kunstwerke erschaffen. Sogar uns selbst haben wir dabei mal ausgelegt.

Wie das geht?

Dazu legte sich ein Kind ganz still und geduldig auf den Boden, während die anderen Kinder den Körper behutsam mit weißen Kieselsteinen umrandeten. Beim Heraustragen musste das Kind sich dann gaaaaanz fest wie ein Brett machen, damit die Umrandung nicht kaputt geht. Das war garnicht so einfach! Wir haben es alle einmal ausprobiert. Die entstandene Figur haben wir gemeinsam ausgeschmückt. Schaut her! Wer von uns mag das wohl sein?

Unsere Kunst im Wald ist nicht da, um sie zu besitzen. Vielmehr geht es um den Prozess des Schaffens und des Geniessens des Augenblicks.
Diese Kunst ist vergänglich – je nach „ART“. Weil wir sie nur für so kurze Zeit bestaunen können, haben die Erwachsenen aber zum Glück viele Fotos gemacht. Diese werden wir draußen über unseren Garderobenhaken aufhängen. Sie werden uns an all die schönen, großen und kleinen Kunstwerke, die wir kreiert haben und an viele lustige und wundervolle Momente erinnern von denen wir im September mal wieder viele hatten!

Herzlich, Eure Waldkinder.

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