Waldgeflüster 12/19

Heute möchten wir Waldkinder euch von Feen, Elfen, Trollen, Kobolden und Wichteln erzählen, die uns auf unseren täglichen Reisen in unsere Wälder begleiten.

Am Morgen begrüßt uns das Wurzelmännlein, ein kleines Männlein mit roter Zipfelmütze, das unter einem grünen Tännlein wohnt und dort fleißig werkelt, tanzt und lauscht. Gemeinsam tanzen wir nach Wurzelmännleinart im Kreise, um dann wieder ganz still zu sitzen und dem Rauschen des Tännleins zu lauschen. Auch zwei kleinen Elfen, die es sich auf Blättern unter zwei Holzscheiten gemütlich gemacht hatten, gehörten fortan zu unseren täglichen Begleitern.

Zu Beginn des Morgenkreises haben wir für alle großen und kleinen Naturgeister ein Lichtlein angezündet und an sie gedacht. Und wenn wir das Lichtlein dann ausgepustet hatten, zogen wir los in unsere Wälder und waren gespannt und neugierig, ob wir denn wohl einen Troll, Kobold oder Wichtel am Wegesrand oder auf unseren Waldplätzen entdecken würden.

Gemeinsam machten wir uns auf leisen Sohlen auf die Suche nach Wichtelbehausungen um unseren Waldplatz herum. Wo leben denn wohl diese kleinen Naturwesen überhaupt? Haben sie es jetzt, wo es draußen immer dunkler und kälter wird, kuschlig warm oder müssen sie frieren? Und, ihr werdet es kaum glauben, so manchen Eingang haben wir tatsächlich entdeckt! Wir folgten den kleinen Fußspuren, die uns den Weg zu den Wichtelwohnungen wiesen. Und da waren sie- von Moosen und Blättern umgebene Baumstümpfe, kleine Erdhöhlen am Fuße einer Buche, Eiche oder Pappel. Und, ja, sie hatten es sehr gemütlich und wir waren froh und sicher, dass sie die kalte Jahreszeit gut überstehen würden.

Um unseren kleinen Freunden eine Freude zu machen, fegten wir den Festplatz vor der Wichtelwohnung mit kleinen Ästen frei und legten allerlei Leckereien für sie dort ab: Bucheckern, Blätter, Moos, Äste und auch ein paar Waldpilze waren dabei. Am nächsten Tag wollten wir dann nachschauen, ob sich die kleinen Wichtel und Kobolde ihre Leckereien auch haben schmecken lassen. Ich kann euch verraten, ja, sie haben unsere Geschenke tatsächlich angenommen, darüber haben wir uns sehr gefreut.

Damit auch wirklich alle kleinen Wichtel, Kobolde, Elfen, Trolle und so weiter eine Behausung hatten, machten wir uns an die Arbeit und werkelten nach Wurzelmännleinart Wichtelhöhlen und Wichtelplätze aus Holzscheiben, Blättern, Ton, Kastanien und anderem Baumaterial, das wir uns im Wald zusammen sammelten.

Am Ende des Tages dann hörten wir gespannt der Geschichte von Tatatuck zu, dem kleinen Wurzelzupferzwerg, der sich über sieben Koboldsberge zum Kristallberg durchkämpfen musste, um seinem König einen schönen Stein zu überbringen. Ob er es am Ende geschafft hat? Das wollen wir hier nicht verraten, vielleicht mögt ihr das Buch ja irgendwann auch selbst einmal lesen.

Zum guten Schluss erschien dann der Wicht Purzmurzel mit seinen drei Freunden Kiekinpott, Klasklumdibum und Hans Jochen Winzelpütt und mit großen Wichtelschritten machten wir uns auf zum Laternenfest, dass schon vor der Tür steht.

Doch davon wollen wir beim nächsten Mal berichten, wir lassen von uns hören!

Herzlich

Eure Waldkinder

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