Waldgeflüster 5/19

Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei!

Aber noch konnten wir ihn deutlich spüren, den Winter und wir Waldkinder mussten acht geben, dass uns beim Frühstück im Wald nicht kalt wird.

Erfahren, wie wir „alten Waldhasen“nun mal sind, haben wir vorsichtshalber unsere Schneeanzüge, Wintermützen und Handschuhe noch nicht in unsere Winterkisten verpackt, man kann ja nie wissen.

So richtigen Schnee hat uns der alte, frostige Geselle Winter in diesem Jahr aber bisher nicht geschickt, obwohl wir uns die weißen Flocken so sehr gewünscht und uns so darauf gefreut hatten.

Wir können uns aber ganz gut auf die Dinge einstellen, wie sie daherkommen und so formten wir uns kurzerhand einen etwas anderen Schneemann, der aber auch ganz schön aussah.

Wie in jedem Jahr halfen wir dem Frühling noch ein wenig auf die Sprünge und bereiteten uns auf den Tag des Winteraustreibens vor. Geschminkt und verkleidet streiften wir durch unseren Wald und spürten in den verstecktesten Ecken die letzten noch verbliebenen Wintergeister auf.

Mit kräftigem Gesang und unseren blau-weißen Winterpuscheln haben wir dann aber auch diese vertrieben. So hoffen wir zumindest, denn im vergangenen Jahr hat uns der Winter doch tatsächlich am letzten Tag vor Ostern noch einmal überrascht.

Nach einem stärkenden Frühstück begaben wir uns an unser Lagerfeuer, bedankten uns gemeinsam beim Winter für die schönen Momente und Erlebnisse, die er uns beschert hat und verabschiedeten ihn bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr. Mit diesen Gedanken verbrannten wir unsere Winterpuschel und hießen feierlich den Frühling willkommen! Und ob der Frühling dann auch wirklich Einzug gehalten hat, davon wollen wir beim nächsten Mal erzählen.

Wir lassen von uns hören und werden berichten,

Herzlich, Eure Waldkinder

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